neue Wärmebildkamera Flir K33

Neue Wärmebildkamera erhalten

Vor mehr als 10 Jahren erhielt die Feuerwehr Katzenelnbogen die erste Wärmebildkamera (WBK).

Diese leistete immer gute Dienste, doch auch dabei kommt irgendwann der Tag an dem die Technik den Dienst einstellt.

So kam es das Ende 2019 die Beschaffung einer neuen WBK anstand.

Durch die Verbandsgemeindeverwaltung und die Wehrleitung wurden drei Modelle verschiedener Hersteller zum testen den Kameradinnen und Kameraden auf einer Übung zur Verfügung gestellt.

Großes erstaunen gab es bereits gleich zu beginn, denn die Technik hat sich doch enorm weiterentwickelt innerhalb vom 10 Jahren. Die Bedienung ist wesentlich freundlicher geworden sowie auch die Bildqualität viel klarer. Es wurden Vor- und Nachteile erarbeitet und die verschiedenen Wärmebildkameras auf Herz und Nieren geprüft.

Am Ende der Übung stand ein Favorit bei den Kameradinnen und Kameraden in Katzenelnbogen fest: eine K33 der Marke Flir.

Für die technisch Interessierten, ein paar Eckdaten zur K33:

Über eine handschuhfreundliche Taste wird die K33 gestartet, während über den Abzugshebel ein Bild gespeichert werden kann und somit später an einem Computer übertragen werden kann. Somit kann z. B. durch die Einsatzleitung Bilder vom Innenangriff gesichtet werden oder für die spätere Einsatzdokumentation verwendet werden.

Mit einer Auflösung von 240 × 180, einer Bildrate von 60 Hz und einem hellen 4-Zoll-LCD kann unter vernebelten Bedingungen mehr gesehen werden.

Objekttemperaturbereich liegt zwischen -20 °C bis +650 °C

Kameragewicht 1,1 kg

Akkubetriebsdauer liegt bei ca. 4 Stunden bei +25 °C Umgebungstemperatur und typischer Nutzung

Was ist eigentlich eine Wärmebildkamera und für was wird diese bei der Feuerwehr genutzt?

Eine Wärmebildkamera ist ähnlich einer herkömmlichen Kamera, die jedoch Infrarotstrahlung empfängt.

Die Wärmebildkamera erstellt Bilder von Wärmequellen, das Verfahren nennt man Thermografie. Infrarotstrahlen werden von der Kamera empfangen und auf dem Bildschirm angezeigt oder können gespeichert und auf einem Computer verarbeitet werden.

Das Gerät hält Wärmestrahlen fest, welche mit dem menschlichen Auge nicht gesehen werden können. Die Wärmebildkamera arbeitet mit Infrarotstrahlen und wird überall dort eingesetzt, wo für den Mensch nicht sichtbare Bewegungen und Wärmquellen zu erforschen sind.

In der Feuerwehr findet eine Wärmebildkamera viele Einsatzmöglichkeiten: So wird eine WBK in den meisten Fällen zur Lokalisierung von Glutnestern genutzt, auch ohne z. B. eine Wandverkleidung o. ä. komplett zu entfernen. Dadurch ermöglicht sich ein sehr effizientes Arbeiten mit Löschwasser und der Wasserschaden kann dadurch gering gehalten werden und es verkleinert sich die Gefahr ein Glutnest zu übersehen. Weiterhin werden sie zur Unterstützung bei der Orientierung und zum finden von vermissten Personen in verqualmten Räumen oder auch bei der Personensuche in Feld, Wald und Wiese genutzt.

Eine andere Anwendung ist die, dass man nach einem Verkehrsunfall feststellen kann, welche Plätze in einem Fahrzeug besetzt waren und somit Personen die evtl. aus dem Fahrzeug geschleudert oder bei Kleinkindern, welche unter den Vordersitz gerutscht sind, gesucht werden können.

Weiterhin kann in verschlossenen Behältern mit Flüssigkeiten die Füllhöhe gesehen werden.

Mit diesen Geräten werden Temperaturunterschiede sichtbar gemacht.

Somit kann man Zusammenfassend sagen, dass mit einer Wärmebildkamera schon viele Menschenleben gerettet und hohe Sachschäden verhindert wurden.

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