Wohnungsbrand mit Menschenrettung
Datum: 12. Oktober 2023 um 16:13 Uhr
Dauer: 18 Stunden 47 Minuten
Einsatzart: Brandeinsatz > B3.01 Gebäudebrand
Einsatzort: Kördorf, Friedrichstraße
Einheiten und Fahrzeuge:
- Feuerwehr Katzenelnbogen: DLA (K) 18/12 Florian Aar-Einrich 1/33, ELW 1 Florian Aar-Einrich 1/11, KdoW Florian Aar-Einrich 1/10, TLF 16/25 Florian Aar-Einrich 1/23, TSF-W Florian Aar-Einrich 1/42
- Feuerwehr Schönborn: MZF 1 Florian Aar-Einrich 30/71, TSF-W Florian Aar-Einrich 30/42
- Feuerwehr Allendorf: LF 10/6 Florian Aar-Einrich 3/44
- Feuerwehr Berndroth: KLF Florian Aar-Einrich 5/42
- Feuerwehr Gutenacker: KLF Florian Aar-Einrich 14/42
- Feuerwehr Herold: KLF Florian Aar-Einrich 15/42
- Feuerwehr Kördorf: MZF 1 Florian Aar-Einrich 17/71, TSF-W Florian Aar-Einrich 17/42
- Feuerwehr Reckenroth: KLF Florian Aar-Einrich 26/42
- Feuerwehr Rettert: TSF-W Florian Aar-Einrich 27/42
Einsatzbericht:
Am späten Donnerstagnachmittag wurden die Feuerwehren Kördorf, Herold und Katzenelnbogen zu einem Wohnungsbrand alarmiert.
Schon auf der Anfahrt konnte der Brand auf Sicht bestätigt werden. Somit wurden die Einheiten Allendorf, Schönborn und Gutenacker nachalarmiert.
Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das erste Gebäude bereits im Erdgeschoss im Vollbrand und das Feuer breitete sich rasant bis ins Dachgeschoss weiter aus und griff auf den Dachstuhl über. Mit sogenannten Riegelstellungen wurde versucht die Nachbargebäude zu schützen, aber durch die massive Brandausbreitung konnte ein Übergreifen auf das direkt angebaute Haus nicht vermieden werden. Die Scheune mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach konnte durch die weitere Riegelstellung geschützt werden.
Leider kam für einen Bewohner des ersten Gebäude jede Hilfe zu spät; er konnte nur noch Tod geborgen werden.
An dieser Stelle ein herzliches Beileid und viel Kraft den Angehörigen.
Im Laufe des Einsatz wurde mit mehreren Strahlrohren und dem Einsatz des Wenderohr der Drehleiter der Brand bekämpft.
Weiterhin wurde das THW Limburg und Lahnstein als Fachberatung Bau hinzugezogen; das Gebäude war einsturzgefährdet.
Da immer wieder Flammen und Glutnester aufloderten verblieb die Drehleiter bis zum nächsten Morgen zusammen mit der Einheit Kördorf an der Einsatzstelle.
Die anderen Einheiten wurden mehr und mehr aus dem Einsatz entlassen.
So konnte bei der Feuerwehr Katzenelnbogen zuerst nach 7 Stunden das TSF-W die Einsatzstelle verlassen. Weitere 3 Stunden später das TLF und der ELW und am nächsten Morgen nach 18 Stunden Einsatzzeit kehrte die Drehleiter zurück ins Gerätehaus.
Selbstverständlich war nach der jeweiligen Rückkehr der Fahrzeuge noch eine Grobreinigung sowie das Aufrüsten der Fahrzeuge mit Schlauchmaterial, neuen Atemschutzgeräten und weiteren Material in der Nacht notwendig.
Der Einsatz konnte nach über 19 Stunden beendet werden.
An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an die Nachbarn der umliegenden Häuser für Kaffee & Tee sowie Nervennahrung. ![]()
Weiterhin ein ganz großes Dankeschön an den Spender der herzhaften Verpflegung mit Essen und Getränke für alle Einsatzkräfte.
An dem Einsatz waren zwischenzeitlich über 150 Personen von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, VG-Wasserwerke, Syna, Bürgermeister und vielen weiteren Personen beteiligt.